Salome Fravi und Stefan Höhn (Mund ob Naters, VS): Dank neuen Medien ein über 500-jähriges Haus gerettet

Portrait Stefan Höhn
Portrait Salome Fravi
Portrait stefann.ch
Portrait stefann.ch

Anfang 2017 wurde das Doppelfamilienhaus aus dem 15. Jahrhundert wegen Einsturzgefahr aus Sicherheitsgründen zum Abbruch frei gegeben. Dank eines Aufrufs im Internet konnte das Objekt gerettet werden.

Rettung in letzter Minute

Seit den 1970er-Jahren wurde das Schnydrighaus nicht mehr genutzt. Es stand leer und zerfiel vor sich hin. Im März 2017 startete die Walliser Denkmalpflege einen letzten Rettungsversuch und kontaktierte den Schweizer Heimatschutz. Dieser wiederum postete das Objekt auf Facebook und Twitter. Ohne zu viel Hoffnung auf Erfolg.

Doch Stefan Höhn wird in den sozialen Medien auf das Objekt aufmerksam. Der gelehrte Zimmermann und seine Frau, die Architektin Salome Fravi, haben das Haus vom bisherigen Eigentümer unter der Bedingung des Erhaltes abgekauft.

Perlen unter der maroden Bausbustanz

Seit 2012 befasst sich Stefan Höhn intensiv mit der Restaurierung von Strickbauten. Er und Salome Fravi haben bereits verschiedene Projekte im Berner Oberland, im Graubünden und im Wallis realisiert.

Diese Erfahrungen, ihr Fachwissen und die Leidenschaft, die sie für dieses Projekt haben, werden den beiden mehr als nützlich sein. Unter einem Berg von Arbeit befinden sich viele kulturhistorische Perlen. Zum Beispiel der aus Bruchsteinen gemauerte Specksteinofen, ein Vorgänger des traditionellen Walliser Giltsteinofens, stellt eine Seltenheit dar. Nur noch vier Exemplare sind im Kanton erhalten. Die marode Bausubstanz des Schnydrighauses wird ihr ganzes Know-How fordern.

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