Nadja Räss (Luzern): Aus den Wurzeln der Tradition gewachsen

Portrait Nadja Räss

Mit Nadja Räss erhält das Institut für Jazz und Volksmusik der Hochschule Luzern eine begabte Vermittlerin zwischen Tradition und Zukunft. Die Studentinnen und Studenten können sich auf das kommende Semester freuen.

In der Musikwelt des traditionellen Jodels aufgewachsen

Ab Herbst 2018 wird Nadja Räss an der Luzerner Hochschule das neue Hauptfach Jodel unterrichten. Parallel dazu übernimmt sie die Leitung des Studienbereichs Volksmusik.

Nadja Räss ist in der Musikwelt des traditionellen Jodels aufgewachsen. Als Sechsjährige ging sie zum Jodelunterricht, später studierte sie an der Hochschule Musik und Theater in Zürich klassischen Gesang. Heute gehört sie zu den vielseitigsten Jodlerinnen der Schweiz.

Grenzen aufbrechen – Wurzeln bewahren

Vielseitig deshalb, weil ihre Vorstellung von Jodel ein sehr breites Spektrum umfasst. Es reicht vom traditionellen Naturjodel bis zu grenzüberschreitenden, Experimenten, in denen sie verschiedene Volksmusiken zusammenfliessen lässt. So zum Beispiel ein Projekt, das osteuropäischen Kehlkopfgesang, finnischen Runengesang und Schweizer Jodel in einen Dialog treten lässt.

Diese Experimente mögen zum Teil auf den ersten Blick merkwürdig anmuten und sind zumindest anfänglich bei puristischen Jodlern auf Abneigung gestossen.

Doch dank ihrer tiefen Verwurzelung im Kulturerbe des Jodels bewirkt ihr Schaffen keinen Bruch mit der Tradition, sondern belebt sie, lässt sie weiterwachsen und sich in Richtung Zukunft entfalten.

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