Fritz Wehrli (Oberstammheim /ZH): «Für mich ist die Denkmalpflege kein Feindbild.»

Kulturerbejahr2018 Hirschenensembley

Fritz Wehrli hat ein Fachwerkhaus und seine Nebengebäude aus dem 17. Jahrhundert gekonnt renoviert. Heute lebt das «Hirschen-Ensemble» dank einer geschickten Mischung aus Gastronomie, Hotellerie und Kultur.

Ein Bestandteil des Dorflebens

Das Restaurant, die Hotelzimmer und die Seminarräume bieten für alle etwas: Vormittags trifft sich das Dorf zum Kaffee, mittags und abends werden Gourmet-Menüs aufgetischt und zum Feierabend trifft man sich zum Bier und regelmässig kommen hier die lokalen Vereine zusammen.

Nicht zuletzt dank Geldern der öffentlichen Hand und von Stiftungen konnte die Reaktivierung der beeindruckenden Häusergruppe mit Sorgfalt und handwerklicher Finesse umgesetzt werden.

Engagement aus Liebe und Verpflichtung

Das Hirschen-Ensemble wurde 1684 als Landsitz für den St. Galler Klosteramtmann Johannes Wehrli erbaut, 1786 verkauft und 1941 von Fritz Wehrlis Grossvater in die Familie zurückgeholt.

Sein Engagement versteht Wehrli als langfristige Verpflichtung: «Im Hirschen ist die Geschichte meiner Familie gespeichert und ausserdem bin ich verliebt in die Häuser.»

Als Besitzer liess Wehrli das Ensemble von sich aus unter Denkmalschutz stellen. Der Verwunderung vieler hält der Historiker und promovierte Volkswirtschaftler entgegen: «Für mich ist die Denkmalpflege kein Feindbild, sondern ein Partner. Die freiwillige Unterschutzstellung soll helfen, die Häuser so zu bewahren, wie sie sind – für die nächste Generation, für meine beiden Söhne mit ihren Familien.»

 

 

 

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