Eveline Lüthi-Graf (Montreux VD): Eine Vermittlerin zwischen Notwendigkeit und Erinnerung


Eveline Lüthi-Graf engagiert sich seit zehn Jahren für das historische Erbe der Schweizer Hotellerie. Der Strukturwandel im Hotelgewerbe lässt viele, auch einst sehr renommierte Hotels, eingehen. Leider gehen dabei oft interessante Dokumente verloren.

Hoteliers sind keine Museumsbetreiber. Ihre Aufgabe besteht darin, Gäste zu bewirten und zu schauen, dass die Kasse stimmt. Ist ein Umbau angesagt, stehen  altes Mobiliar und Archive der Modernisierung im Weg und werden entsorgt.

Aufzeigen, wie Schätze bewahrt werden können

Als Geschäftsleiterin des Hotelarchivs Schweiz engagiert sich Eveline Lüthi-Graf als Vermittlerin zwischen den wirtschaftlichen Notwendigkeiten der Gegenwart und der Erinnerung:  «Viele Betriebe besitzen geschichtlich weit zurückreichende Archive sowie historisches Mobiliar, wissen aber nicht, was sie damit anfangen sollen. Ich kann ihnen aufzeigen, wie sie ihre Schätze für die Nachwelt bewahren und für ihren Betrieb nutzbar machen können, indem sie deren Geschichte erzählen.»

Ein Besuch in der Belle Epoque

Als Vizepräsidentin des Vereins «Territet Belle Epoque» arbeitet sie zur Zeit voller Begeisterung an folgendem Projekt: Der Hotelpalast in Montreux soll in ein Kulturzentrum samt Hotelmuseum verwandeln werden, um so den Besuchern zu ermöglichen, in die Hotellerie der Belle Epoque einzutauchen. Das Museum soll den 200‘000 Angestellten des Schweizer Gastgewerbes gewidmet werden.

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