Kulturerbejahr 2018: Bevölkerung zeigte grosses Interesse

© Schweizer Heimatschutz / Tres Camenzind

© Schweizer Heimatschutz / Tres Camenzind

 

In der ganzen Schweiz hat die Bevölkerung mit über 1'500 lokalen und nationalen Veranstaltungen das kulturelle Erbe mit Leben gefüllt und seine zentrale Rolle für eine demokratische und nachhaltige Entwicklung sichtbar gemacht. Der Trägerverein Kulturerbejahr 2018 kann auf ein aufregendes und vielseitiges Jahr zurückblicken.
 

«Im Rahmen des Kulturerbejahres wurde uns bewusst, wie viel in diesem Bereich schon überhaupt läuft in der ganzen Schweiz, wie viele Menschen sich auf allen möglichen Ebenen dafür einsetzen», so Patrick Schoeck, Leiter Baukultur des Schweizer Heimatschutz und Präsident des Trägervereins Kulturerbejahr 2018. Dieser wurde gegründet, um die nationale Kommunikationskampagne und die zahlreichen Veranstaltungen von über 30 Non-Profit-Organisationen zu koordinieren. Das Kulturerbejahr 2018 steht unter dem Patronat von Bundespräsident Alain Berset und findet statt im Rahmen des Europäischen Jahres des Kulturerbes, das von EU und Europarat lanciert worden ist.
 
Höhepunkte und Besucherrekorde
In der Schweiz wurden über 1500 Angebote unter dem Motto «Schau hin! Regarde! Guarda!» auf der viersprachigen Web-Plattform unter www.kulturerbe2018.ch aufgeschaltet. Dies hat dazu geführt, dass auch die bereits bestehenden Anlässe deutlich mehr BesucherInnen zu verzeichnen hatten: insgesamt 58'000 Personen an den in Freiburg lancierten Europäischen Tagen des Denkmals im September und über 12'000 am nationalen Schlössertag am 7. Oktober. Weitere Höhepunkte des Kulturerbejahres waren der Kongress in Biel im März, die Tage der Offenen Tore zu 84 historischen Wohnhäusern im Mai, die Welterbetage und der ETH-Kulturerbetag im Juni, das landesweite Glockenläuten am 21. September, der Welttag des audiovisuellen Erbes am 27. Oktober und die Ausstellung «Il patrimonio si racconta» in Bellinzona, die aufgrund der hohen Besucherzahlen - vor allem auch von SchülerInnen - um zwei Wochen verlängert wurde.
 
Neue Perspektiven und Partnerschaften
«Das Kulturerbejahr hat gezeigt, wie eng das materielle und immaterielle Kulturerbe mit unserem Alltag und mit unserem Leben verknüpft sind», sagt Boris Schibler, Vize-Präsident des Trägervereins und Stellvertretender Geschäftsführer der Nationalen Informationsstelle zum Kulturerbe (NIKE). Das Kulturerbe umfasst unterschiedliche und dennoch zusammenhängende Bereiche wie lebendige Traditionen, Archäologie, Industrie- und Technikgeschichte sowie Museen, Archive und Baukultur. In allen Kantonen ergaben sich Kontakte über den fachlichen Tellerrand hinaus und es ist eine Dynamik entstanden mit zahlreichen Ideen und neuen Perspektiven. Dazu beigetragen haben auch der Projektwettbewerb des Bundesamts für Kultur - Hauptpartner der nationalen Kampagne - und die zahlreichen Medienberichte aus allen Landesteilen der SRG SSR (Medienpartner des Trägervereins).
 
Schlussveranstaltung am 19. Februar
Die im Rahmen des Kulturerbejahres 2018 gewonnenen Erkenntnisse und Kontakte gilt es nun, für die Zukunft fruchtbar zu machen. Mit diesem Ziel wird am 19. Februar 2019 eine Schlussveranstaltung in Bern stattfinden, und zwar im Museumsquartier als prädestinierter Ort der Vermittlung.